| Der Tabak in Kuba |
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Die Geschichte des kubanischen Tabaks, ein für die Volkswirtschaft wesentlich gewordenes Erzeugnis, rührt von mehr als fünf Jahrhundert her, was ihm eine einzigartige Vornehmheit verleiht. Die Ankunft der Spanier auf amerikanischen Land ist Ursprung verschiedener Legenden, die z.B. erzählen, daß, als Kolumbus in der größten Antilleninsel im Oktober 1492 ankam, er zwei von seinen besten Gefährten mit einem Empfehlungsschreiben vom katolisch spanischem Königspaar an den chineschichen Kaiser aussandte, da er glaubte, im Fernen Osten angekommen zu sein. Den Sendboten fiel schwer, die vor ihnen gegebene Wirklichkeit anzunehmen, denn sie hatten, mit im Vergleich zu den Asiaten, physisch und kulturell sehr verschiedenartigen Menschen angetroffen. Sie waren außerordentlich überrascht, die Einheimischen mit Röhren aus gerollten Blättern im Mund zu sehen, welche sie an einem Ende anzündeten und durch das andere Ende den Rauch einsogen. Ohne es zu beabschichtigen gaben Kolumbus und seine Gefährten eines der größten Reichtümer Kubas bekannt, da viele von ihnen sich an den Verbrauch des aromatischen Blatts gewöhnten und die Tabakblätter an den Königshof brachten. Auf dieser Weise wurden der Begriff «Tabak» und dessen Verbrauchsgewohnheit von den Einwohnern des alten Kontinenten aufgenommen und später als kubanische Zigarren «puros cubanos» weltweit bekannt. Zusammen mit dem Zuckerrohr bildet der Tabakanbau seither einen der Bestandteile der Wesensart der Kubaner und entwickelte sich zu einem wesentlichen Bestandteil der kubanischen Nationalität. Tradition und die geheimnisvolle Kunst des Tabakanbaus sind von Generation zu Generation übermittelt worden. Gegenwärtig wird der Tabak in verschiedenen kubanischen Provinzen geerntet. Den besten Boden dafür findet man aber im Westen der Insel, in der Provinz Pinar del Río, insbesondere auf dem Gebiet von Vuelta Abajo, wo der weltbeste Tabak angebaut wird. Da dieses Gebiet über die perfekte Mischung von Boden, Klima und Feuchtigkeit verfügt, wird ein, im Ergebnis von Kennern wegen seiner Aromen, Farbe, Strukturen und Geschmack als «exclusiv angesehenes Produkt», hervorgebracht. Die Tabakpflanzen, die auf den Vegas (Tabakfeldern) von Vuelta Abajo geerntet werden, verfügen über qualitativ außergewöhnliche Blätter, die zur Herstellung der berühmten Havannas sortiert werden. Als unumgänglicher Bestandteil der Kultur der Inselbewohner hat die Herstellung von Havannas (Puros Cubanos) auch auf die Architektur des Landes Einfluß ausgeübt, da man große Gebäude auf den Feldern (Reifeläger) und in den Städten (Zigarrenfabriken) benötigt, die besonders in den Städten ein besonderes Merkmal an wahren Kunstwerken der Architektur ausprägen. Mit einer breiten Palette von mehr als 700 Banderolen (vitolas) und 30 Marken bester Qualität ist der Herstellung von Havannas die Befriedigung anspruchsvollster Geschmäcker gelungen. Bevor sie in die Hände des Rauchers geraten, unterwerfen sich die Zigarren einem Verfahren, das länger als ein Jahr dauert und sich aus 190 verschiedenen Arbeitsgängen zusammensetzt. In diesem langen Prozess werden die besten Tabakblätter für den Außenmantel als sog. Deckblätter verwendet. Sie stammen aus den Tabakfeldern (vegas) von Pinar del Río. Als ein wahres Kunstwerk betrachtet, erfordert die Verarbeitung einer Zigarre eine ganztägige Handarbeit seitens seines Schöpfers. Es beginnt mit der Auswahl der Blätter,die nach Größe, Klassen sowie entsprechend den spezifischen Eigenschaften des Tabaks oder der Banderole ausgewählt werden. Die Banderolen sind offensichtliches kennzeichendes Element der Havannas. Um 1860 von Gustavo Bock in Kuba eingeführt, wurden sie zur Vermeidung von Flecken in den Handschuhen der Kunden während des Rauchen der Puros benutzt. Die Banderolen sind zum Identitätssymbol der Havannas geworden und besitzen mittlerweile einen großen Wert für Sammler. Das Geheimnis einer guten Zigarre liegt den Experten gemäß in einer guten Mischung, in denen je nach Rezept die drei geschmacklich und in ihrer Beschaffenheit unterschiedlichen Blätter (die leichte «Volado» als «Brennstoff», die mittlere «Seco» für das Aroma und die starke, langsam brennende «Ligero» für die Stärke der Zigarre) als Füllung «Tripa» kombiniert werden. Die wachsende Nachfrage nach kubanischen Zigarren führte zu verschiedenen zum Genuß einer auserlesenen Sorte sowie zu deren Aufbewahrung unter idealen Bedingungen neu entworfenen Methoden. Im Schaffensprozeß einer erlesenen Zigarre spielt daher die Kunstfertigkeit andererer Handwerker, etwa die der Kunsttischler, die mit Edelholz ?Humidores? zum Schutz der Havannas vor Umwelt-und Klimaveränderung und zur Bewahrung ihres vornehmen Geschmacks und Aromas herstellen, auch eine zentrale Rolle. |
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